Mittendrin statt außen vor" - unter diesem Motto begrüßte Matthias Hall, Schulleiter der Haldenwang-Schule für Körper- und Geistigbehinderte Kinder und Jugendliche in Singen, gestern die Besucher eines Tags der offenen Tür. Der besinnliche Herbstsonntag gewährte Hunderten von Besuchern interessante und fröhliche Einblicke in den Schulalltag.
Schon wochenlang hatten die Schüler mit ihren Lehrern ein umfangreiches Programm einstudiert. Tänze der Werkstufe 4, ein Chor der Außenklasse und der Klasse 3c der Hardtschule sowie eine Liedvorführung der neuen Außenklasse Ludwigshafen zusammen mit den Klassen 1a und 1c der Sernatingen-Schule standen ebenso auf dem Programm wie ein Auftritt der Haldenwang-Schulband. In der Turnhalle war eine Zirkus-Arena aufgebaut. Dort zeigten Schüler der Mittelstufe 2 zusammen mit der Koop-Sport-Arbeitsgemeinschaft der Zeppelin-Realschule ihre "Zirkussplitter". Tanz auf dem Drahtseil, Tellerdrehen im Liegen, kleine akrobatische Kunststücke und Breakdance komplettierten die tolle Vorstellung.
"Post für den Tiger", lautete das Motto für das interaktive Theaterstück frei nach Janosch. "Hier können Behinderte und Nicht-Behinderte gemeinsam eine Geschichte erleben", sagte Michael Wieland, der das Stück mit den Schülern vorbereitet hatte. Die Oberstufe zeigte außerdem das Theaterstück "Schuster Martin".
In den Klassenzimmern präsentierten die Schüler die Früchte ihrer Arbeit und wie sie entstehen. So konnten die Besucher bei der Kreativ-Werkstatt tolle Weihnachtsgeschenke wie Schmuck oder Schals aus Filz erwerben. Wie das Schöpfen von Papier abläuft, zeigten Schüler mit Lehrern gemeinsam. Was die Schüler in der Schule alles herstellen, konnten die Gäste in der Holz- und Metallwerkstattausstellung sehen oder sich am Verkaufsstand mit Spezialitäten eindecken.
Für die Kinder gab es Bastelangebote, einen Schaukelbereich oder musikalische Klangstationen und ein Clown sorgte zusätzlich für strahlende Gesichter. Der Förderverein hatte eine Tombola organisiert und zahlreiche Helfer waren mit der Bewirtung beschäftigt.
Melanie Sobieraj (Querflöte) und Philipp Eckey (Klavier) spielten als Duo einige Stücke