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Information
Namensgeber
Karl-Georg Haldenwang (1803 - 1862), Pfarrer aus Wildberg bei Calw. Gründer der ersten süddeutschen "Rettungsanstalt für schwachsinnige Kinder" (1838). Diese Anstalt ging 1847 in der Neugründung in Mariaberg auf.
Aus der Chronik der Schule
Jan. 1968 Aufnahme des Schulbetriebs mit 8 bildungsschwachen Kindern
Juli 1970 Harald Baumann (seit 01.08.1997 im Ruhestand) übernimmt die Leitung der jetzt 5-klassigen Schule
Juli 1976 Das Oberschulamt Freiburg genehmigt die Einrichtung der Beratungsstelle für geistigbehinderte Kinder an der Sonderschule für Bildungsschwache in Singen. Heute: Beratungsstelle zur Frühbetreuung behinderter und entwicklungsverzögerter Kinder
Mai 1982 feierliche Einweihung der Haldenwang-Schule. Sie hat sich auf 12 Klassen mit 73 Schülern vergrößert
Mai 1984 Kunstprojekt mit dem Künstler Jürgen Schiertz. Eröffnung der Ausstellung: "Kunst mit Geistigbehinderten" im Verkehrsübungsraum der Schule
Sept. 1994 Teilnahme an der Internationalen musischen Tagung (IMTA) mit dem Projekt: "Erlebnisraum für die Sinne"
Juni 1995 Gründung des Fördervereins
Juli 1998 Peter Moser wird zum neuen Schulleiter bestellt
Sept. 2000 Wechsel der Schulträgerschaft von der Stadt Singen zum Landkreis Konstanz. Erweiterung zur Schule für körperbehinderte und geistigbehinderte Kinder und Jugendliche (Sonderschule) ab Schuljahr 2000/01. Die neue Abteilung für Körperbehinderte wurde im Bildungsgang Geistigbehinderte errichtet.
Jan. 2004 Fertigstellung des Erweiterungsbaus; Baubeginn Dez. 2002: 5 Klassenzimmer, 1 Musikraum, 2 Physiotherapieräume, 1 Ergotherapieraum, 1 Bewegungsbecken, 1 Beratungszimmer, 2 Pflegeräume für Schüler mit einer schweren Mehrfachbehinderung, Neugestaltung der Außenanlage
August 2004 Matthias Hall, wird zum neuen Schulleiter bestellt.
Juli 2007 Die Haldenwang-Schule unterstützt die Internationalen Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Behinderten in Singen. Über 60 Sporler aus 5 Nationen wohnen 3-5 Tage in der Schule und werden von Schülern, Eltern und Lehrkräften bewirtet.
Oktober 2007 Die HAWA-Schülerband gewinnt den Kulturförderpreis der Stadt Singen
Dezember 2007 Im Rahmen der Sportlerehrung der Stadt Singen bekam die Haldenwang-Schule eine Sonderehrung für die Organisatoren der Internationalen Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Behinderten
November 2008
Die Haldenwang-Schule feiert 40jähriges Bestehen.
August 2009
Einzugsbereich
Das Einzugsgebiet umfasst den westlichen Hegau und große Teile des ehemaligen Landkreises Stockach. Im Zuge des Trägerwechsels wurden die Einzugsgebiete neu verteilt. Teile von Radolfzell (außer der Kernstadt) und die Höri gehören jetzt ebenfalls in den Einzugsbereich der Schule.

Schülerinnen und Schüler
Im Schuljahr 2010/2011 werden 147 Schüler mit einer geistigen Behinderung (davon 53 mit Anerkennung als Körperbehinderte) im Alter von 7 - 20 Jahren in 24 Klassen unterrichtet; etwa 20% der Schüler bedürfen einer intensiven Betreuung und Förderung. Jedes geistigbehinderte Kind unterliegt der Schulpflicht, unabhängig vom Schweregrad der Behinderung. Einziges Kriterium ist die Transportfähigkeit des Schulpflichtigen. Der Schulbesuch dauert in der Regel 12 Jahre. Eingeschlossen ist hierin die 3 jährige Berufsschulpflicht. Die Berufsschulstufe entspricht der Sonderberufsschule.
Die Haldenwang-Schule unterhält im Schuljahr 2010/2011 mehrere Außenklassen an unterschiedlichen Standorten, um eine möglichst wohnortnahe Beschulung zu ermöglichen. In diesem Schuljahr 2010/2011 wird eine Klasse 1 an der Grundschule in Volkertshausen, eine Klasse 2 an der Schillerschule in Singen, eine Klasse 4 in der Hebelschule - Grundschule in Gottmadingen und drei Klassen (Klasse 2, Klasse 4 und Klasse 6) an der Sernatingen-Grund- und Hauptschule in Ludwigshafen unterrichtet. Eine Berufsschulklasse wird in einem "Wohnklassenzimmer" unterrichtet.
Zum Schuljahr 2009/2010 wurde eine Berufsvorbereitende Einrichtung in Engen eingerichtet. In diesem Schulversuch werden Schülerinnen und Schüler aus Schulen für Geistigbehinderte und Abgänger aus Förderschulen auf den ersten Arbeitsmarkt vorbereitet. Informationen erhalten Sie unter BVE-Engen.
 Schullandheim am Bodensee 2002
Lehrerinnen und Lehrer, sonstige Mitarbeiter
Das Kollegium setzt sich zusammen aus:
• 4 Technischen Lehrern • 7 Fachlehrer-/innen • 9 Fachoberlehrer-/innen • 4 Fachoberlehrer-/innen als Fachbetreuer • 2 Fachoberlehrerin für Bildende Kunst und Textiles Werken • 1 Grundschullehrer • 4 Fachlehrer/innen für Körperbehinderte / Physiotherapie • 3 Fachlehrer/innen für Körperbehinderte / Ergotherapie • 15 Sonderschullehrer-/innen • 1 stellvertretender Schulleiter • 1 Schulleiter
Mitarbeiter-/innen des Schulträger
• 6 PraktikantInnen (FSJ) • 8 Zivildienstleistende • 2 Betreuungskräfte und 3 Krankenschwestern in Festanstellung • 1 Schulsekretärin • 1 Hausmeister • 2 Arbeitskräfte für die Küche

Pädagogischer Auftrag
"Die Schule gewährleistet, dass jedes Kind und jeder Jugendliche an der schulischen Bildung teilhaben kann, und trägt damit zur Verwirklichung des Menschenrechts auf Bildung bei. [...]
Den Schülerinnen und Schülern wird der Zugang zu allgemeinen, vielfältigen und grundsätzlich allen Bildungsinhalten ermöglicht. Die Schülerinnen und Schüler erproben, nutzen und erfahren an exemplarischen Inhalten ihre Stärken. Kindern und Jugendlichen wird ermöglicht, ihre Persönlichkeit zu entwickeln, sich die Kompetenzen anzueignen, die sie zur Lebensbewältigung benötigen, und zu einer für sie befriedigenden gesellschaftlichen Teilhabe zu gelangen. Die Schule bietet einen Rahmen für eine individuelle und an den Ressourcen jeder einzelnen Schülerin und jedes einzelnen Schülers orientierte Förderung. [...]
Die Schülerinnen und Schüler lernen in der Schule, eigeneInteressen zu entdecken und auszugestalten, ihre Meinung zu bilden und diese zu vertreten. Sie vermögen im Rahmen ihrer individuellen Kompetenzen aus verschiedenen Angeboten zu wählen, eigene Ideen zu entwickeln und zu verwirklichen. [...]
Die Schule sucht mit den Schülerinnen und Schülern nach Antworten auf Fragen der aktuellen und zukünftigen Lebenssituation und unterstützt, dass sie zunehmend selbst gestaltend und selbstbestimmt tätig werden sowie die Gemeinschaft und Gesellschaft kritisch mitgestalten können." (Bildungsplan der Schule für Geistigbehinderte 2009; S. 7)
Unter diesem Aspekt haben Maßnahmen zur sozialen Eingliederung und die Vorbereitung auf „das Leben nach der Schule“ einen hohen Stellenwert. Die Haldenwang-Schule pflegt unter dem Stichwort „Kooperation“ regelmäßige Begegnungen mit allgemeinen Schulen.
Schule, und was dann?
Dem Ziel einer reibungslosen beruflichen Eingliederung wird durch eine enge Zusammenarbeit mit der beschützenden Werkstatt St. Pirmin in Singen und St. Michael in Stockach Rechnung getragen. Die Berufsschulstufenschüler machen dort mindestens ein 14-tägiges Praktikum.
Die Haldenwang-Schule arbeitet eng mit dem Integrationsfachdienst in Radolfzell zusammen. Schülerinnen und Schüler bei denen der Wunsch oder die Fähigkeit vorhanden ist, auf dem 1. Arbeitsmarkt einer Beschäftigung nachzugehen, erproben sich in Orientierungs- und Belastungspraktika.
Zum Ende Schulzeit suchen die Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler und die Erziehungsberechtigten gemeinsam mit Vertretern vom Arbeitsamt, der Sozialhilfe und dem Integrationsfachdienst nach nachschulischen Möglichkeiten. Neben der beruflichen Vermittlung wird auch das Thema Wohnen immer wichtiger.
In den letzten Jahren konnten ca 13,8 % der AbgangsschülerInnen der Haldenwang-Schule in weiterbildende Maßnahmen oder direkt auf den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden.
Die Haldenwang-Schule Singen unterstützt die Firma be-wasch gGmbh bei der Ausbildung von Textilreinigungshelfern und übernimmt Teile des Berufsschulunterrichts in den Räumen der Haldenwang-Schule.
In den letzten Jahren entstehen Integrationsfirmen im Landkreis Konstanz, die unseren Schulabgängern einen Arbeitsplatz anbieten können. Besuchen Sie unsere Ehemaligen doch einmal im Hotel und Gasthaus Seehörnle auf der Höri.
Ein Großteil der Schüler findet einen beschützten Arbeitsplatz in den Werkstätten für behinderte Menschen St. Pirmin in Singen und St. Michael in Stockach. Die Werkstätten arbeiten eng mit der Haldenwang-Schule zusammen. Vor dem Hintergrund des lebenslangen Lernens finden auch in den Werkstätten für behinderte Meschen Integrationserfolge auf den ersten Arbeitsmarkt statt.
Schülerinnen und Schüler mit elementaren Lernbedürfnissen finden unter dem erweiterten Dach der Werkstätten für behinderte Menschen einen Platz, der ihren Bedrüfnissen entspricht. In Singen steht hier z.B. die Einrichtung St. Teresa zur Verfügung..
Unsere besonderen Unterrichtsangebote:
• individuelle Förderung im Bereich Lesen, Schreiben und Rechnen • Kooperation mit benachbarten Regel- und Sonderschulen • gut ausgestattete Werkräume • körperbehindertengerechte Lehrküche • Kugelbad • Förderung im eigenen Bewegungsbad • Wahrnehmungs- bzw. Sinnesschulung im Dunkelraum. • Psychomotorik • Verkehrserziehung in einem großen Übungsraum im Keller der Haldenwang-Schule. • Gartenarbeiten im Schulgarten. • PC-Raum • SMV • HAWA-Schulband • Kreativwerkstatt • Wohnklassenzimmer • Arbeitsgemeinschaften, z.B. Radfahren, Dunkelraum, Yoga, Sport, Kunst ...
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